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Verschiedene Bereiche künstlerischer okzitanischer Produktionen

Verschiedene Bereiche künstlerischer okzitanischer Produktionen

Musik

Die angesprochenen Musikstile sind sehr verschieden, angefangen von internationalen Stilen wie Rock, Reggae oder Rap bis hin zu einem eigenen Stil des Kulturguts, der mit seinen typischen Instrumenten schon immer hinter den harmlosesten Texten vorhanden war.

Die Forderung nach einer besseren Sprachkenntnis ist seit den siebziger Jahren mit Claude Martí oder Mans de Breish ein wichtiges Thema. Zudem kommt heute die soziale Bedeutung mit Massilia Sound System oder Mauresca. Natürlich ist auch Platz für dichterische Lieder von Moussu T, Jan dau Melhau, Bernat Combi… Viele Künstler sind der traditionellen Musik zu Dank verpfl ichtet, die sie mit Jazz (Duo Brotto-Lopez…), Electromusik (Oc, Familha Artús…), Rock (Lou Dalfin…), Ska (Lou Seriol…) und anderer traditioneller Musik (lo Còr de la plana…) ausschmücken. Die okzitanische Musik ist folglich eine Mischung, Komposition, Austausch und Verwandlung.

Tanz

Viele Musikgruppen haben im Wesentlichen ein Repertoire zum Tanzen. Das Publikum wirkt gerne selbst mit bei der Musik, die es hört. Der okzitanische Tanz ist genauso vielfältig wie das okzitanische Land. Als Verbindung zwischen den Generationen, bildet die Musik auch eine Grundlage für zeitgenössische Choreographien wie die von Joan-Francés Tisnièr.

Theater

Das Theater ist immer in den okzitanischen Inszenierungen vertreten. Vom volkstümlichen Schwank über die Tragödie oder Hirtenerzählungen, bestehen alle Genre sowohl als künstliche als auch als literarische Kreationen. Wie auch das Märchen ist das Theater ein Mittel, um die Sprache weiterzugeben und zu erlernen wie zum Beispiel für Okzitanischklassen oder –kreise. Professionelle Theatertruppen oder Animateure schaffen ein wichtiges Umfeld, das vielleicht das fehlende audiovisuelle Angebot etwas ausgleicht.

Audiovisuelle Medien

Im Val d’Aran und in der Katalogne gibt es Marktlücken die Übertragung betreffend, aber ohne Vertreiber in der Occitània Granda, ist die Finanzierung großer Projekte unmöglich. Es ist schwierig, Dokumentationen oder längere Kurzfi lme zu verwirklichen und fast unmöglich Fiktionsfi lme zu fi nanzieren. Man kann in diesem Zusammenhang sagen, dass die audiovisuelle Produktion gering bleibt. Trotz alldem, erhält Jean-Pierre Denis 1980 die Goldenen Kamera in Cannes für seinen Film Histoire d’Adrien, der vollständig auf Okzitanisch ist. Michel Gayraud und seine Gesellschaft Oxo haben es geschafft, eine fruchtbare Filmographie zu kreieren und die toulouser Gesellschaft Piget hat sich dem Kurzfi lm gewidmet, nachdem sie schon einige Dokumentarfi lme produziert hatte. Comic Strip aus Marseille hat es geschafft Malaterra zu produzieren, ein Film von Philippe Carrese, und ihn national auszustrahlen. Auch wenn einige Bühnen versuchen den okzitanischen Künstler zu helfen, ihre Kreationen zu verwirklichen (Foix mit L’Estive, Les Docks in Cahors, La Mounède in Toulouse, L’Estivada in Rodez oder Correns in PACA…), Das künstlerische Schaffen wird oft nicht in angemessener Weise gewürdigt. Das liegt meistens an zwei Gründen : einmal daran dass die Sprache nicht die volle, gleichberechtigte, Anerkennung fi ndet, zum anderen an der oft ungenügenden öffentlichen Finanzierung kultureller Vorhaben. Genau mit diesen Problemen ist das Schauspiel regelmäßig konfrontiert, was die Vereinheitlichung der dominierenden Medien angeht.

 

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